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STORIES 2017-11-20T16:39:37+00:00

GRAVEL EAST SOLJANKA FONDO

A. STARK UND S. OTT

Unsere Freunde vom Scott Bike24 MTN Race Team sind nicht nur bei Marathon und Enduro Rennen erfolgreich auf unserem Material unterwegs. Gemäß dem Team Motto „Beyond Trail“ begeben sich die Jungs regelmäßig auf Trail- und Gravelabenteuer der besonderen Art, um neue Gebiete abseits der ausgetretenen Pfade zu entdecken. Grund für uns unseren Road Disc Carbon Laufradsatz in einen etwas spezielleren Härtetest zu schicken.

Um eine komplett andere Welt zu entdecken, denkt man meist man muss weit reisen. Doch das man nur 1000 km von uns zuhause in eine, für uns andere Welt abtaucht, war auch für uns neu. Wir, das sind sechs Freunde aus Dresden mit einem Faible für Trail- und Gravelroad Abenteuer in den Osteuropäischen Gebirgen. Nach einem Schweif über die Europakarte entlang des Karpatengürtels, entdeckten wir einen kleinen Teil der Karpaten, der durch die Ukraine verläuft. Dieser kleine aber feine Teil, der bis zu 2000m hoch ist, nennt sich Waldkarpaten und ist gleichzeitig auch einer der unbekanntesten Teile dieses Gebirges.

Beste Voraussetzungen um auf Entdeckungsreise zu gehen. Nach einem kurzen Blick auf Google Maps und Booking wurde schnell klar, dass es nicht nur rustikal sondern auch lustig werden könnte. Schon mit Grenzübertritt von der Slowakei in die Ukraine begann für uns das Abenteuer und die Zeitreise. Nach einem lockeren Spruch des Grenzbeamten „Fahrt vorsichtig, in der Ukraine fahren alle in der Mitte“, fanden auch wir uns nach wenigen Kilometern in der Fahrbahnmitte wieder. Wenn überhaupt Asphalt vorhanden war, war dieser nur in der Mitte halbwegs befahrbar.

Wir hatten uns anhand einiger, weniger Bilder schon auf ordentlich Schotter eingestellt, doch der Zustand der meisten „Straßen“ untertraf alle unsere Vorstellungen. Ein Gravelroad Adventure par excellence! Dennoch sind die „Dorfstrassen“ für die eher zurückhaltenden, aber sehr netten Ukrainer in den Waldkarpaten die Lebensachse. Alles von Pferd, Huhn, Kuh, Lada über Schulkinder und Tatra Holz LKW sind in der Mitte der Straße unterwegs. Wobei die menschlich oder tierisch angetriebene Fortbewegung die motorisierte weit übertrifft.

Das super ausgebaute Telefonnetz und Internet Zugriff konnten nichts an dem Umstand ändern, dass unsere Übernachtungsbuchungen scheinbar nicht überall ernst genommen wurden. So musste der erste Hausherr noch einmal mit seinem Lada Niva ins Dorf fahren um einzukaufen. Wohlbemerkt erst nachdem er sich dreimal zeigen ließ, dass wir bei ihm gebucht hatten. Nach einem schnellen Festmahl kam die Entschuldigung für die verschwitzte Buchung in Form eines selbstgebrannten „Nachtischs“ mit dem Titel „In der Ukraine trinkt man immer drei“. Dazu muss man sagen, dass wir auf unserer Tour keinen einzigen Supermarkt gesehen haben. Alles Lebenswichtige, was man nicht selbst anbaut, bekommt man im „Magazin“ a.k.a. Tante-Emma-Laden. Dass ca. die Hälfte der Sachen schon abgelaufen sind schmeckt und merkt man nicht. Was soll auch an Keksen, Waffeln, Wodka und eingelegtem Käse schon schlecht werden?

Die Landschaft der Waldkarpaten ist unglaublich schön und touristisch unberührt. Man sieht, dass die Ukrainer alles hegen und pflegen was sie besitzen. Jedes Dorf durch das man hindurchfährt, lässt einen anfangen zu träumen selbst in solch einem kleinen bunten Holzhaus wohnen zu wollen. Die Menschen strahlen trotz der einfacheren Lebensweise für uns eine besondere Unbeschwertheit aus. Die Regeln scheint das Leben selbst zu schreiben: Führerschein – für wen, Motorradhelm – wofür, TÜV- funktioniert doch.

So einfach und unbeschwert wie viele Dinge funktionieren, so lecker und reichhaltig ist auch das Essen. An der frische von Fleisch und Gemüse haben wir nicht mehr gezweifelt, als wir gesehen haben wie es geliefert wird. Wenn bei uns zuhause der Eismann durch den Ort fährt, fährt in den Waldkarpaten der Hühnchenmann durchs Dorf. Der Broiler kommt nicht aus der Tiefkühltruhe, sondern wird live am Lada geschlachtet. Zur obligatorischen Soljanka oder Borschtsch, die als Vorspeise gereicht werden und die, für uns, ungläubig niedrigen Preise, müssen wir nicht mehr viel sagen! Wir lieben die Trails und Straßen der Sudeten, der Tatra und der Beskiden. Nun haben wir uns in die Gravelpisten der ukrainischen Waldkarpaten verliebt. Eines steht fest, wir kommen wieder und werden unsere Reise entlang der Karpaten fortsetzen.

#SOENDURO

INTERVIEW WITH MEGAVALANCHE WINNER

REMY ABSALON

Rémy Absalon, pro enduro MTB rider and multiple times megavalanche winner. He is riding for the Scott SR Suntour Enduro Team, 33 years old and I live in Les Vosges mountain (North East of France).

Can you describe you riding style?

I like to ride as fast as possible on the longest downhill possible. I ride quite smooth but I like to play with my bike, drifting even if it is not the most efficient 😉

What do you like to ride most?

Maybe I am a bit chauvinistic but I guess I prefer to ride at home, on super loamy trails! That’s so good, you can ride fast, you have grip, it is pretty easy to ride but very fun.

What are your goals for the upcoming season ? Do you have any special projects coming up ?

My main goals are the mass start DH marathon. I am pretty excited to race very soon the Mountain of Hell and the Megavalanche. The EWS are also a goal but not the final ranking but more to be strong on a few rounds. For the next project, there is the arrival of the new Scott Genius bike middle of June, so I am super happy to ride this new toy and also to do some promotion stuff like videos…

You are riding ACROS Nineteen Enduro hubs. What do you like about them?

I have tested several hubs the last years and I am very happy to ride the ACROS hubs now. It is high quality, it turns perfectly and it is very reliable : I often ride in the mud, wash the bike and it is not a problem, it is still working without any maintenance. But the thing I prefer is that when you start to pedal, the hub engages very rapidly.