NIVA TO RIVA

NIVA TO RIVA

NIVA TO RIVA

VIVA LA NIVA

Jedes Frühjahr pilgert die Mountainbikegemeinde mit ihren High-End-Vans und California Bussen aufs Neue an den Gardasee um ein paar entspannte Tage mit gleichgesinnten zu verbringen. Die lange und oftmals stressige Fahrt macht das Projekt BIKE Festival Riva aber, zumindest teilweise, zur Qual. Warum also nicht die Anfahrt bereits als Teil des Erlebnisses sehen und das Unvermeidbare mit dem Spaßigen verbinden?

So wollten wir das 2018 machen. Wir, das sind Alex und Flo aus Dresden. Die Zutaten für unser kleines Abenteurer: ein Lada Niva, ein Dachzelt und unsere frisch aufgebauten Enduro-Bikes. Mit seinen 82 PS, Differenzialsperre, Untersetzung und seinen 100 km/h Maximalgeschwindigkeit ist der Niva das perfekte Nebenstraßenmobil. Außerdem befährt er zur Not selbst den steilsten Trail.

Jedes Frühjahr pilgert die Mountainbikegemeinde mit ihren High-End-Vans und California Bussen aufs Neue an den Gardasee um ein paar entspannte Tage mit gleichgesinnten zu verbringen. Die lange und oftmals stressige Fahrt macht das Projekt BIKE Festival Riva aber, zumindest teilweise, zur Qual. Warum also nicht die Anfahrt bereits als Teil des Erlebnisses sehen und das Unvermeidbare mit dem Spaßigen verbinden?

So wollten wir das 2018 machen. Wir, das sind Alex und Flo aus Dresden. Die Zutaten für unser kleines Abenteurer: ein Lada Niva, ein Dachzelt und unsere frisch aufgebauten Enduro-Bikes. Mit seinen 82 PS, Differenzialsperre, Untersetzung und seinen 100 km/h Maximalgeschwindigkeit ist der Niva das perfekte Nebenstraßenmobil. Außerdem befährt er zur Not selbst den steilsten Trail.

Jedes Frühjahr pilgert die Mountainbikegemeinde mit ihren High-End-Vans und California Bussen aufs Neue an den Gardasee um ein paar entspannte Tage mit gleichgesinnten zu verbringen. Die lange und oftmals stressige Fahrt macht das Projekt BIKE Festival Riva aber, zumindest teilweise, zur Qual. Warum also nicht die Anfahrt bereits als Teil des Erlebnisses sehen und das Unvermeidbare mit dem Spaßigen verbinden?

So wollten wir das 2018 machen. Wir, das sind Alex und Flo aus Dresden. Die Zutaten für unser kleines Abenteurer: ein Lada Niva, ein Dachzelt und unsere frisch aufgebauten Enduro-Bikes. Mit seinen 82 PS, Differenzialsperre, Untersetzung und seinen 100 km/h Maximalgeschwindigkeit ist der Niva das perfekte Nebenstraßenmobil. Außerdem befährt er zur Not selbst den steilsten Trail.

Um die Reisequalität unseres russischen Reisemobils zu testen, fahren wir am ersten Tag quer duch die Tschechische Republik. Jeder, der einen Niva fährt weiß, dass dieses Auto im Grundsatz unzerstörbar ist. Jedoch versteckt sich hinter jeder Schraube eine Tücke. Auf den ersten Kilometern auf der Autobahn wollen wir den Beifahrerspiegel einstellen und – „knack“ – haben ihn direkt in der Hand. Aber wer einen Russen fährt, findet natürlich schnell eine russische Lösung. Der Spiegel wird kurzerhand mit drei Kabelbindern fixiert, was am Ende mehr Einstellmöglichkeiten bietet als vorher.

Um die Reisequalität unseres russischen Reisemobils zu testen, fahren wir am ersten Tag quer duch die Tschechische Republik. Jeder, der einen Niva fährt weiß, dass dieses Auto im Grundsatz unzerstörbar ist. Jedoch versteckt sich hinter jeder Schraube eine Tücke. Auf den ersten Kilometern auf der Autobahn wollen wir den Beifahrerspiegel einstellen und – „knack“ – haben ihn direkt in der Hand. Aber wer einen Russen fährt, findet natürlich schnell eine russische Lösung. Der Spiegel wird kurzerhand mit drei Kabelbindern fixiert, was am Ende mehr Einstellmöglichkeiten bietet als vorher.

Fahrten im Lada von über 50 km/h kennt man nur aus russischen Legenden. Ok, ganz die Wahrheit ist es nicht aber es ist auf jeden Fall unbequem, es ist laut, es riecht nach Benzin und jedes Klappern und Krachen treibt einem die Schweißperlen auf die Stirn. Nachdem man sich aber daran gewöhnt hat und aus dem Lachen nicht mehr heraus kommt, gewinnt man plötzlich eine ungewohnte innere Ruhe. Die ständige Verkehrsbehinderung für alle anderen Verkehrsteilnehmer, zu sein wird dabei nebensächlich.

Fahrten im Lada von über 50 km/h kennt man nur aus russischen Legenden. Ok, ganz die Wahrheit ist es nicht aber es ist auf jeden Fall unbequem, es ist laut, es riecht nach Benzin und jedes Klappern und Krachen treibt einem die Schweißperlen auf die Stirn. Nachdem man sich aber daran gewöhnt hat und aus dem Lachen nicht mehr heraus kommt, gewinnt man plötzlich eine ungewohnte innere Ruhe. Die ständige Verkehrsbehinderung für alle anderen Verkehrsteilnehmer, zu sein wird dabei nebensächlich.

Nach geschlagenen 350 km, einem kurzen Kaffeestopp in Prag und einem misslungenen Versuch einen neuen Spiegel beim örtlichen Ladahändler zu kaufen, war es an der Zeit einen Platz zum Campen zu finden. Tatsächlich finden wir schnell ein lauschiges Plätzchen in einem Wald in der Nähe von Kromlau. Der perfekte Platz für ein kleines Lagerfeuer und den dazugehörigen Feierabend-Pivo.

Nach geschlagenen 350 km, einem kurzen Kaffeestopp in Prag und einem misslungenen Versuch einen neuen Spiegel beim örtlichen Ladahändler zu kaufen, war es an der Zeit einen Platz zum Campen zu finden. Tatsächlich finden wir schnell ein lauschiges Plätzchen in einem Wald in der Nähe von Kromlau. Der perfekte Platz für ein kleines Lagerfeuer und den dazugehörigen Feierabend-Pivo.

Direkt bei Kromlau liegt der kleine tschechische Erholungsort Lipno, am Lipno Stausee. Der kleine beschauliche Mittelgebirgsskiort hat vor einem Jahr einen „Floutrejl“ eröffnet. Niemand geringeres als Tomáš Kvasnička , der Bauer und Planer vom Singletrek pod Smrkem und Bikepark Klinovec, hat diesen Trailpark aus dem Boden gestampft. Wer diese beiden Trailparks kennt, weiß was Flow bedeutet. Da der vorhandene Sessellift leider noch geschlossen ist, müssen wir kurzerhand die 150 Hm auf einem stetig ansteigenden Schotterweg hinauf kurbeln. Oben angekommen entdecken wir, dass es neben dem blauen Flowtrail noch zwei rote Lines gibt, welche mehr als reines Pumptrack-Feeling bieten. Zum Einfahren entscheiden wir uns trotzdem mit dem 5 km langen Floutrejl zu beginnen. Es ist immer wieder beeindruckend wie Thomas es schafft, auf wirklich unspektakulärem Gelände einen derart langen Pumptrack zu formen, auf dem man weder bremsen noch treten muss.

Direkt bei Kromlau liegt der kleine tschechische Erholungsort Lipno, am Lipno Stausee. Der kleine beschauliche Mittelgebirgsskiort hat vor einem Jahr einen „Floutrejl“ eröffnet. Niemand geringeres als Tomáš Kvasnička , der Bauer und Planer vom Singletrek pod Smrkem und Bikepark Klinovec, hat diesen Trailpark aus dem Boden gestampft. Wer diese beiden Trailparks kennt, weiß was Flow bedeutet. Da der vorhandene Sessellift leider noch geschlossen ist, müssen wir kurzerhand die 150 Hm auf einem stetig ansteigenden Schotterweg hinauf kurbeln. Oben angekommen entdecken wir, dass es neben dem blauen Flowtrail noch zwei rote Lines gibt, welche mehr als reines Pumptrack-Feeling bieten. Zum Einfahren entscheiden wir uns trotzdem mit dem 5 km langen Floutrejl zu beginnen. Es ist immer wieder beeindruckend wie Thomas es schafft, auf wirklich unspektakulärem Gelände einen derart langen Pumptrack zu formen, auf dem man weder bremsen noch treten muss.

Unten angekommen kurbeln wir wieder schnell und easy hinauf, um die beiden anderen Abfahrten zu begutachten. Die im Südhang liegende rote Jumpline beginnt etwas versteckt in einem kleinen Waldstück. Der kleine natürliche Starthügel lässt einen direkt in eine teils natürliche, teils gebaute Tableline ballern. Wer Lust hat kann diese zum Üben nutzen oder einfach voll laufen lassen. Die zweite Hälfte des Trails verläuft quer über den Skihang durch einige Offcamber-Kurven, was noch einmal richtig zum Pushen einlädt. Weil der Aufstieg recht easy ist, fahren wir den Trail noch mehrfach. Der dritte Trail führt uns letztendlich zurück zum Niva und verpasste uns einen regelrechten Drehwurm. Dieser raue Schlangentrail mit kleineren Drops fühlt sich an wie Offroad fahren mit dem Niva, sodass unser Fahrwerk zum Abschluss nochmal richtig gefordert wird. Nach gut 1000 Hm und richtig heißen Trailmetern haben wir uns den Gulasch mit Knödel und Palatschinken redlich verdient.

Unten angekommen kurbeln wir wieder schnell und easy hinauf, um die beiden anderen Abfahrten zu begutachten. Die im Südhang liegende rote Jumpline beginnt etwas versteckt in einem kleinen Waldstück. Der kleine natürliche Starthügel lässt einen direkt in eine teils natürliche, teils gebaute Tableline ballern. Wer Lust hat kann diese zum Üben nutzen oder einfach voll laufen lassen. Die zweite Hälfte des Trails verläuft quer über den Skihang durch einige Offcamber-Kurven, was noch einmal richtig zum Pushen einlädt. Weil der Aufstieg recht easy ist, fahren wir den Trail noch mehrfach. Der dritte Trail führte uns letztendlich zurück zum Niva und verpasst uns einen regelrechten Drehwurm. Dieser raue Schlangentrail mit kleineren Drops fühlt sich an wie Offroad fahren mit dem Niva, sodass unser Fahrwerk zum Abschluss nochmal richtig gefordert wird. Nach gut 1000 Hm und richtig heißen Trailmetern haben wir uns den Gulasch mit Knödel und Palatschinken redlich verdient.

Leicht „stoked“ und ziemlich fertig ging es dann entspannt weiter Richtung Inntal. Unterwegs stellten wir einen weiteren Vorteil unseres Ladas fest: die Blitzergefahr auf österreichischen Autobahnen ist – selbst bei Vollgas – gleich Null. – Läuft bei uns!

Nach unserer ersten Nacht im tschechischen Wald wollen wir auch am zweiten Tag einen ähnlich netten Stellplatz für unser Dachzelt finden. Der Achensee ist unsere zweite Campingstation. Neben dem Campingplatz finden wir direkt am Ufer einen super schönen Stellplatz. Das obligatorische Lagerfeuer am See und ein Gourmet-Campingmenü ala Flo lassen uns den Tag stilvoll beenden.

Leicht „stoked“ und ziemlich fertig ging es dann entspannt weiter Richtung Inntal. Unterwegs stellten wir einen weiteren Vorteil unseres Ladas fest: die Blitzergefahr auf österreichischen Autobahnen ist – selbst bei Vollgas – gleich Null. – Läuft bei uns!

Nach unserer ersten Nacht im tschechischen Wald wollen wir auch am zweiten Tag einen ähnlich netten Stellplatz für unser Dachzelt finden. Der Achensee ist unsere zweite Campingstation. Neben dem Campingplatz finden wir direkt am Ufer einen super schönen Stellplatz. Das obligatorische Lagerfeuer am See und ein Gourmet-Campingmenü ala Flo lassen uns den Tag stilvoll beenden.

Am nächsten Morgen ging es zeitig hinters Lenkrad. Das Ziel: Brixen. Schon der Gedanke an die Plose Flowtrail lässt uns Schmetterlinge im Bauch spüren. Entspannt rollen mit V-max 60 km/h über die Landstraße des Brennerpasses und kommen bereits nach zwei Stunden – inklusive des obligatorischen Espresso, am ersten italienischen Autostopp – in Brixen an. Nach einem kurzen dritten Frühstück auf dem Markt und der Feststellung, dass die Plosebahn noch geschlossen hat, entdeckten wir am Busbahnhof die Möglichkeit mit dem Linienbus bis fast nach oben zu fahren. Nach 30 minütiger Busfahrt pedalieren wir weitere 300 Hm locker aufwärts um endlich an der Bergstation anzukommen.

Am nächsten Morgen ging es zeitig hinters Lenkrad. Das Ziel: Brixen. Schon der Gedanke an die Plose Flowtrail lässt uns Schmetterlinge im Bauch spüren. Entspannt rollen mit V-max 60 km/h über die Landstraße des Brennerpasses und kommen bereits nach zwei Stunden – inklusive des obligatorischen Espresso, am ersten italienischen Autostopp – in Brixen an. Nach einem kurzen dritten Frühstück auf dem Markt und der Feststellung, dass die Plosebahn noch geschlossen hat, entdeckten wir am Busbahnhof die Möglichkeit mit dem Linienbus bis fast nach oben zu fahren. Nach 30 minütiger Busfahrt pedalieren wir weitere 300 Hm locker aufwärts um endlich an der Bergstation anzukommen.

Zu den Plosetrails müssen wir eigentlich nicht viel sagen. Nach dem Überwinden einiger restlicher Schneefelder, geht es auf leicht alpinen Untergrund durch offenen Wald. Zwischen den Bäumen hat man einen atemberaubenden Blick auf Brixen und in die beginnenden Dolomiten. Nach dem ersten Drittel ändert sich der Untergrund in feinsten Waldboden, gespickt mit natürlichen und gebauten Elementen zum Abziehen.

Die Vielseitigkeit der dortigen Trails ist unglaublich. Nach drei weiteren Abfahrten haben wir uns die Pizza und das anschließende Tiramisu reichlich verdient.

Zu den Plosetrails müssen wir eigentlich nicht viel sagen. Nach dem Überwinden einiger restlicher Schneefelder, geht es auf leicht alpinen Untergrund durch offenen Wald. Zwischen den Bäumen hat man einen atemberaubenden Blick auf Brixen und in die beginnenden Dolomiten. Nach dem ersten Drittel ändert sich der Untergrund in feinsten Waldboden, gespickt mit natürlichen und gebauten Elementen zum Abziehen.

Die Vielseitigkeit der dortigen Trails ist unglaublich. Nach drei weiteren Abfahrten haben wir uns die Pizza und das anschließende Tiramisu reichlich verdient.

Im Anschluss fahren wir dann das letzte Stück nach Riva del Garda direkt an die Theke der Eisbar Flora. Die interessierten Blicke für unser ungewöhnliches Reisemobil sind uns genauso gewiss wie drei Kugeln Eis in unseren Waffeln. Obwohl wir nur drei Tage unterwegs waren, kam es uns vor wie ein richtiger Roadtrip. Die entspannten Tage am See und der Radlagerschaden auf dem Rückweg sind allerdings eine andere Geschichte.

Im Anschluss fahren wir dann das letzte Stück nach Riva del Garda direkt an die Theke der Eisbar Flora. Die interessierten Blicke für unser ungewöhnliches Reisemobil sind uns genauso gewiss wie drei Kugeln Eis in unseren Waffeln. Obwohl wir nur drei Tage unterwegs waren, kam es uns vor wie ein richtiger Roadtrip. Die entspannten Tage am See und der Radlagerschaden auf dem Rückweg sind allerdings eine andere Geschichte.

2019-04-29T10:19:29+00:00